Wir haben das Dutzend voll und steigen bei wolkenlosem Himmel in den Zug nach Kochel. Am Bus Richtung Walchensee herrscht
großes Gedränge, aber unsere Gruppe ist gleich vorne dabei und alle kommen mit. Leider kann der Bus einige andere Wanderer
nicht mehr mitnehmen.
Drei aus unserer Gruppe möchten gerne ab Passhöhe Kesselberg (858 m) zu Fuß gehen. Alle anderen fahren weiter nach Walchensee
um sich den langen Aufstieg mit der Seilbahn zu verkürzen.
Von der Bergstation geht es über Treppen hinauf zur Kapelle am Fahrenberg (1627 m). Von hier eröffnet sich der Tiefblick
hinunter zum grün schimmernden Walchensee (801 m). Wir gehen zu den ehemals von König Ludwig II. erbauten Herzogstandhäuser.
Auf dem Serpentinenweg - früher Reitweg - wandern wir dann hinauf zum Herzogstand mit Gipfelkreuz und Pavillon.
Von Bergeinsamkeit wie wir sie sonst erleben durften, ist heute nichts zu spüren, denn außer uns haben noch gefühlte 1000
Menschen das gleiche Ziel. Wir lassen uns aber nicht stören, genießen unsere Brotzeit und die besonders klare und weite Sicht
zu den unzähligen Gipfeln vom Karwendel und Wetterstein Gebirge.
Als Fleißaufgabe steigen einige von uns noch auf den Martinskopf (1675 m).
Als Abstieg wählen wir den breiten Weg hinunter nach Urfeld (802 m).
Da es heute sehr heiß ist, nehmen wir im Walchensee noch ein erfrischendes Bad. Eingequetscht im überfüllten Bus bleibt von
der Erfrischung allerdings nicht viel übrig.
Dennoch bereitete uns das herrliche Wetter, die prachtvolle Sicht und das Wandern in einer harmonischen Gruppe einen
wunderbaren Bergtag.
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