



Es war gut, die für Mittwoch geplante Tour auf Freitag den 13. zu verschieben. Nicht nur weil am Mittwoch die Öffis
in München streikten, sonder vor allem weil für Freitag gutes Wetter zwischen Tagen mit viel Regen vorher gesagt war.
Und die Prognose stimmte!
Die Wanderung beginnt vom Bahnhof Farchant mit einem tollen Blick auf Deutschlands höchstem Berg, die Zugspitze.
Durch den Bergwald steigen wir hinauf Richtung Ammergauer Alpen und erreichen bald die sonnenbeschienenen Reschbergwiesen,
ein Weidegebiet rund 200 Meter oberhalb des Loisachtals. Leberblümchen und Palmkatzerl zeigen uns, dass die Natur schon in
den Startlöchern für den Frühling steht. Im Schatten des Königstands legen wir dann Grödeln an, da die Forststraße noch
stark vereist ist.
Bevor wir wieder ins Loisachtal zum Bahnhof in Farchant hinab steigen, besichtigen wir das, was nach 800 Jahren von der
Burg Werdenfels noch übrig ist. Die Ruine bietet erneut einen herrlichen Blick auf das Wettersteingebirge und auf den
Talkessel von Garmisch-Partenkirchen.
Doch die Burg hat auch eine düstere Vergangenheit: Sie diente von 1589 bis 1592 als Gefängnis für 51 Personen, 50 Frauen
und 1 Mann, die der Hexerei beschuldigt wurden und auf dem Scheiterhaufen starben.
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